Eine Woche MoneyControl – Anna berichtet

Anna hat MoneyControl jetzt eine Woche lang getestet. Lest hier, wie es ihr in den vergangenen Tagen ergangen ist:

Puh, eine Woche ist jetzt rum. Ich bin erstaunt, wie leicht es mir bisher fällt, alle Ausgaben immer brav in die App einzutragen. Teilweise bemerke ich auch schon, dass ich zweimal überlege, mir etwas zu kaufen. Denn das spart mir nicht nur Geld, sondern auch die Eintragung :-). Ich bin gespannt, wie lange diese Motivation erhalten bleibt. Fest steht allerdings: Meine bessere Hälfte ist mittlerweile auch ganz wild drauf, am Projekt Haushaltsbuch teilzunehmen. Prinzipiell ja eine schöne Idee. Immerhin tragen wir viele Kosten gemeinsam. Also, auf geht’s! Gleich die erste Frage: Kann ich meine Vollversion von Android auf seinem iPhone installieren? Ich hab es ausprobiert und musste leider feststellen: Das klappt nicht. Ist natürlich erst mal ärgerlich. Aber ich habe auf der Website noch mal nachgelesen und eine logische Erklärung gefunden. In den App Store sind Apple und Google die Verkäufer und machen die Regeln. Die beiden schenken sich natürlich nichts und auch die Entwickler können und dürfen keine Rabatte anbieten. Zudem sind beide Versionen komplett eigenständige Entwicklungen hinter denen jeweils viel Arbeit steckt. Die Version für iOS ist eine völlig eigenständige Entwicklung. Stimmt mich versöhnlich und wie heißt es so schön: Leben und leben lassen :-).

Kaufen wir also die iOS-Version für 4,99 Euro. Vorher checkt der Informatiker-Freund aber noch mal, welche Berechtigungen die App haben möchte. Erstes Aufatmen: MoneyControl kommt aus Deutschland und unterliegt dem nationalen Datenschutz. Die App darf kommen :-). Dann heißt es wieder einmal: Hirn anstellen und über die Einnahmen und Ausgaben sinnieren. Fangen wir mit den Einnahmen an. Da wäre einmal das monatliche Gehalt in Höhe von 2.500 Euro. Die Ausgabenliste ist deutlich länger und wird an dieser Stelle aus Rücksicht auf den lieben Gatten zusammengefasst auf 1.589 Euro – Datenschutz und so :-).

Wir haben uns für die kommende Woche vorgenommen, jeder erst mal für sich die eigenen Tagesausgaben zu verbuchen. Im nächsten Schritt möchten wir dann schauen, wie wir unsere Einnahmen und Ausgaben zusammenführen können. Dazu werden wir uns die WebApp genauer ansehen. Um die nächsten sieben Tage ein bisschen spannender zu gestalten, haben wir uns eine kleine Challenge ausgedacht. Wer in den Mittagspausen mehr Geld für Snacks und Co. ausgibt, der muss die WebApp für die ersten drei Monate bezahlen. Da bin ich ein bisschen im Vorteil: Grundsätzlich fällt es mir leichter, Selbstgemachtes von Zuhause mitzunehmen. Mein Freund neigt eher dazu, mal eben zum Schnellimbiss oder zum Fast Food Restaurant zu fahren. Ich bin neugierig, ob er sich im Zuge des Haushaltsbuches ein wenig umstimmen lassen wird.

Ich habe bei mir – wie schon beschrieben – bereits erst kleine Veränderungen im Konsumverhalten feststellen können. Bei Ausgaben, die mich betreffen, hinterfrage ich oft schon einmal mehr, ob ich das wirklich brauche. Geht es um meine Tochter, sieht das schon anders aus. Da schaltet sich das Hirn nach wie vor ab und das Herz gewinnt die Oberhand :-). Positiv überrascht bin ich dennoch. Es ist erstaunlich, dass eine simple App wie MoneyControl so viel Einfluss auf meinen Alltag hat. Ich habe angefangen, mich ein wenig mit dem Minimalismus-Thema zu beschäftigen und ich denke, dass das Haushaltsbuch eine schöne Möglichkeit ist, das eigene Leben ein bisschen neu zu ordnen. Brauche ich wirklich 20 Pullover für den Winter? Wie viele davon sind Schrankleichen? Trage ich die 23 Hosen im Schrank alle und muss jetzt noch die 24. Jeans gekauft werden? Ich merke: Es geht um viel mehr als um eine Übersicht über die eigenen Finanzen. Ob MoneyControl bei meinem Freund auch Denkprozesse in Gang bringen wird?  Ich lasse mich überraschen.

Drei Wochen mit der App stehen mir noch bevor. Aktuell kann ich mir vorstellen, das digitale Haushaltsbuch weiterzuführen. Es kostet mich weniger Zeit als ich angenommen habe und ich bekomme einen guten Überblick über meine Ausgaben. Und hier noch mal die Fakten: Ich habe 77,99 Euro im Drogeriemarkt gelassen – zu meiner Verteidigung: Es waren hauptsächlich Windeln – außerdem habe ich für 152,19 Euro Lebensmittel eingekauft. 43 Euro sind für Kinderzimmer-Deko fällig geworden und 67,99 Euro für Kinderkleidung.  351,17 Euro für eine Woche. Klingt erst mal stattlich. Mein endgültiges Fazit zu meinen Ausgaben ziehe ich dann am Ende meiner Testphase.

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