Wohl überlegt zum Immobilienkauf – ein Haushaltsbuch kann unterstützen!

Die ganz interessierten Blogleser haben es sicherlich schon das eine oder andere Mal gelesen: Unsere Haushaltsbuch-App MoneyControl entstand aus der Not heraus. Unternehmensgründer Stefan Dörhöfer war auf der Suche nach einer einfachen und flexiblen Möglichkeit, seine Einnahmen und Ausgaben zu überwachen – er fand nichts und entwickelte kurzerhand die heute erfolgreichste Haushaltsbuch-App in den App Shops. Einer der Gründe war der bevorstehende Hausbau seiner Familie. Warum es essenziell ist, seine Finanzen schon vor Hausbau oder Hauskauf sehr gründlich zu überprüfen, haben wir für euch zusammengestellt.

Verlockender Niedrigzins verleitet zu größeren Krediten

Die Zinsen für Hausbaukredite verweilen seit Monaten im Keller. Das verleitet natürlich dazu, sich schneller für eine Immobilie zu entscheiden. Dabei sollte euch bewusst sein, dass ein Kredit – für Häuser je nach Region und Lage gut und gern sechsstellig – euch über mehrere Jahrzehnte begleiten wird. Keiner weiß, wie sein Leben verlaufen wird, also plant vielleicht nicht ganz so großzügig und rechnet auch mal Talfahrten ein. So erlebt ihr in der Regel später kein böses Erwachen. Holt euch außerdem verschiedene Angebote ein und seid skeptisch bei Vollfinanzierungen. Komplett ohne Eigenkapital in ein derartiges Projekt zu starten, kann gefährlich werden.

Jahrzehnte sparsam leben ist anstrengend

Wer sich für eine Immobilie entscheidet oder ein Haus bauen möchte, der ist im ersten Moment euphorisch – klar, das ist eine große Entscheidung und stellt das Leben erst mal auf den Kopf. Vor lauter Freude sollten angehende Häuslebauer aber dennoch immer realistisch bei der Planung der eigenen Finanzen vorgehen. Denn mal ehrlich, wer möchte sich schon über 30 oder 40 Jahre lang derartig einschränken, dass weder ein Urlaub noch ein Besuch in der Pizzeria oder dem Friseur möglich sind?

Nutzt schon Monate vor dem Kauf einer Immobilie oder dem Bau eines Hauses ein Haushaltsbuch. Seid dabei sehr genau und erfasst unbedingt alle Ausgaben – denkt auch an die Kosten, die vielleicht nur einmal im Jahr auftauchen, etwa Versicherungen. Ein weiterer Tipp: Rechnet bei euren Einnahmen lediglich mit eurem regelmäßigen Nettoeinkommen. Etwaige Erfolgsprämien, Weihnachts- oder Urlaubsgeld können schnell versiegen, wenn die Firma in Schieflage gerät. So habt ihr für euch außerdem einen kleinen Puffer und könnt die zusätzlichen Einnahmen zur Seite legen. Generell gilt: Bedenkt bei eurer Planung, dass euer zukünftiges Eigenheim neben der Kreditrate auch weitere Investitionen fordert. Ihr müsst auch hier Strom, Heizung und Wasser zahlen, außerdem kommen noch Ausgaben wie etwa die Grundsteuer hinzu. Wer mehr als 45 Prozent seines Nettoeinkommens nur für Kredittilgung und Unterhaltskosten aufbringen müsste, der sollte noch einmal intensiv prüfen, ob die ausgewählte Immobilie tatsächlich die richtige für den eigenen Geldbeutel ist. Nur für das eigene Haus zu leben, kann auf Dauer wirklich ganz schön anstrengend werden und an den Nerven zehren. 

Schätzt eure Handwerkskünste realistisch ein

Ihr habt euch eine Immobilie rausgepickt an der noch so einiges zu machen ist? Oder wollt euer Haus im Alleingang ausbauen? Um unvorhergesehene Kosten zu vermeiden, solltet ihr dabei kritisch mit euch selbst sein. Könnt ihr die anfallenden Aufgaben tatsächlich ohne professionelle Hilfe erledigen? Habt ihr ausreichend Zeit, um hunderte Stunden auf der Baustelle zu verbringen? Sobald ihr auch nur einen geringen Zweifel habt, solltet ihr dies bei eurer Kalkulation einrechnen: Jeder Profihandwerker verursacht zusätzliche Kosten. Und auch wenn ihr theoretisch in der Lage dazu seid, vieles in Eigenleistung zu übernehmen, so wäre es fatal, wenn euer Zeitplan ins Wanken gerät, weil ihr euch nicht so regelmäßig um die Baustelle kümmern könnt, wie ursprünglich angenommen.

Denkt an eure Zukunft

Ihr plant irgendwann, eine Familie zu haben? Dann solltet ihr euch schon vorab darüber klar sein, wie sich eure Finanzen entwickeln werden: Geht einer von euch beiden in Elternzeit? Steigt einer von euch beiden komplett aus dem Job aus und widmet sich ausschließlich der Kindererziehung? Kalkuliert entsprechende Überlegungen auf jeden Fall mit ein und überschlagt dabei auch die monatlichen Kosten, die durch ein Kind in etwa entstehen. So werdet ihr später nicht überrascht und seid auf alles ein wenig besser vorbereitet.

Und wie sieht es bei euch aus?

Seid ihr bereits Eigenheimbesitzer und könnt angehenden Häuslebauern Tipps und Tricks mit auf den Weg geben? Habt ihr bei der Planung ein Haushaltsbuch genutzt? Wir sind gespannt auf eure Erfahrungen und freuen uns auf eure Kommentare :-)! Los geht’s!

 

 

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