Interview-Reihe: Tobias stellt sich vor

Liebe MoneyControl-User,

hier haben wir ein weiteres Bloggerinterview für euch. Dieses Mal mit Tobias. Er betreibt den Blog „Der Finanzfisch“.

  1. Stelle dich und deinen Blog doch einmal kurz vor!

Hallo, ich bin Tobias, 27 Jahre alt und betreibe den Blog „Der Finanzfisch“, in dem es vor Allem um die Themen Sparen, private Altersvorsorge, Vermögensaufbau und finanzielle Unabhängigkeit geht. Darüber hinaus erscheinen aber auch regelmäßig Artikel zu Themen aus den Bereichen Produktivität, Sport und Gesundheit sowie Humankapital.

  1. Für wen ist dein Blog besonders interessant?

Mein Blog richtet sich an alle, die mehr aus Ihrem Geld und ihrem Leben machen wollen und hierfür Inspiration, Motivation aber auch Erfahrungen suchen. Insbesondere richte ich mich dabei an Berufseinsteiger und Anfängern in Themenbereichen wie ETFs, Aktien und P2P-Krediten.

  1. Wie bist du dazu gekommen, dich intensiv mit Finanzen zu beschäftigen?

Mit dem Berufseinstieg wurde mir klar, dass ich irgendetwas Sinnvolles mit meinem Geld tun sollte und es nicht einfach nur für Luxus zum Fenster hinaus werfen darf. Ich habe daher viele Podcasts gehört und Blogs und Bücher gelesen, um herauszufinden, wie ich das am Besten anstellen kann.

Das hat mir überraschend viel Spaß gebracht und so habe ich entschlossen, meinen Weg in meinem Blog öffentlich zu teilen, damit auch andere davon profitieren können.

  1. Aller Anfang ist schwer: Wie hast du damals begonnen, deine Finanzen zu organisieren?

Ich habe damit begonnen, mir mit einem Haushaltsbuch eine genaue Übersicht über meine Einnahmen und Ausgaben zu verschaffen. Parallel habe ich begonnen, unnötige Kosten  zu reduzieren, in dem ich beispielsweise teure Verträge durch günstigere ersetzt oder gleich ganz gekündigt habe.

Zu etwa demselben Zeitpunkt bin ich auch dazu übergegangen, bereits am Anfang des Monats einen Teil meines Einkommens zur Seite zu legen und diesen Teil bereits am Ersten eines jeden Monats von meinem „Monats-Budget“ abzuziehen.

Etwa drei Monate später habe ich dann meinen ersten ETF-Sparplan aktiviert und ab da jeden Monat nicht nur auf dem Tagesgeldkonto gespart, sondern auch passiv am Aktienmarkt investiert.

  1. Wie wichtig findest du es, dass sich jedermann einen Überblick über seine eigenen Finanzen verschafft und welche Tipps hast du parat?

Für mich ist das ein extrem wichtiger Punkt. Nur wenn man die eigene finanzielle Situation kennt, kann man sie auch verbessern. Man sieht oft, dass Menschen mehr Geld bekommen (Gehaltserhöhung, neuer Job, Lottogewinn, etc.) aber schon nach kürzester Zeit nicht mehr übrig haben, als davor. Wenn einem das Geld so achtlos durch die Finger rinnt, wird man es nicht schaffen, sich Sicherheit in Form einer persönlichen Vorsorge aufzubauen.

Der wichtigste Tipp ist für mich, erst mal den Ist-Zustand zu kennen: Habe ich Verbindlichkeiten die ich erst loswerden muss, bevor ich richtig sparen kann? Wie hoch sind meine monatlichen Fixkosten? …

Wenn man das weiß, ist der nächste Schritt, direkt nach Geldeingang einen Teil zu sparen. Und wenn es am Anfang nur 10 oder 50€ sind, so ist das schon besser als nichts. Immer wenn man seine Fixkosten senkt oder sein Einkommen erhöht, sollte man sofort auch die Sparrate erhöhen. So kommt man über die Zeit zu einer ansehnlichen Sparquote, ohne dass es sich wie Verzicht anfühlt.

  1. Was hältst du von Haushaltsbuch-Apps? Und wie gefällt dir MoneyControl?

Ich nutze täglich eine App, mit der ich mir einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben verschaffe. Der Zeitaufwand ist dafür wirklich minimal und ich sehe bei jedem Einkauf, wie viel von meinem Monatsbudget noch übrig ist. Dies hilft mir auch nochmal dabei, Geld bewusster auszugeben und vor Allem zu sparen.

MoneyControl gefällt mir sehr gut. Ich finde die Oberfläche sehr schön aufgeräumt und es ist möglich, sehr schnell neue Buchungen zu erfassen. Besonders praktisch finde ich die Budget-Funktion, mit der ich genau sehe, wie ich „im Plan“ liege. Ich nutze dies, um Beispielsweise meine Ausgaben für Einkäufe oder gelegentliches Ausgehen besser im Griff zu haben.

Ein echtes Highlight sind die Berichte, mit denen ich mir (z.B. im Jahresrückblick) einen guten Eindruck von meinem Konsumverhalten machen kann und ggf. weiteres Optimierungspotential finden kann.

  1. Würdest du anderen empfehlen, ein Haushaltsbuch zu führen?

Definitiv. Gerade am Anfang bringt das einen sehr guten Überblick über die finanzielle Situation. Und mit etwas Routine dauert es nur wenige Sekunden, einen Kauf sofort in einer App zu erfassen. Wenn man dann noch regelmäßig die Daten aus der App analysiert, lassen sich nette Sparmöglichkeiten finden.

Das manuelle Eintippen der Ausgaben in einer App hat außerdem auch den netten psychologischen Effekt, dass man sich der Ausgabe bewusst wird, egal ob man mit Bargeld oder kontaktlos per Kreditkarte bezahlt.

  1. Welche anderen Hilfsmittel würdest du anderen empfehlen, um langfristig Ordnung in ihre Finanzen zu bringen?

Es macht Sinn, nicht nur die alltäglichen Ausgaben zu kennen, sondern auch die eigenen Vermögenswerte. Ich nutze dafür die kostenlose Software „Portfolio Performance“. So kann ich mir relativ einfach einen Überblick über die Entwicklung meines Portfolios verschaffen und sehe direkt, wo die Reise hin geht.

  1. Was sind deine finanziellen Ziele – sagen wir mal – für die kommenden fünf Jahre?

Meine finanziellen Ziele für diesen Zeitraum sind, mir genügend Assets aufgebaut zu haben, um einen großen Teil meiner Fixkosten „passiv“ gedeckt zu haben. Hierzu zählen zum Beispiel Aktien und P2P-Kredite. Aber auch Immobilien könnten Zwecks Vermietung noch interessant für mich werden.

  1. Wie motivierst du dich, immer am Ball zu bleiben?

Durch meinen Blog :-).

In meinem Blog predige ich Sparsamkeit und konsequenten Vermögensaufbau und schreibe auch über meinen Fortschritt dabei. Das „zwingt“ mich dazu, auch genau so zu leben und mich regelmäßig mit Finanzthemen zu beschäftigen.

Darüber hinaus höre ich auch gerne Podcasts und lese andere Blogs und natürlich auch Bücher zu dieser Materie, die mir ebenfalls immer neue Motivation geben.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.