Freiwillige Haushaltserhebung: Wer möchte mitmachen?

Liebe MoneyControl-User, ihr seid ja richtig fit in Sachen Haushaltsbuch. Deswegen hat sich nun der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (Behörden haben immer schöne, kurze Namen :-)) an uns gewendet und bittet um eure Hilfe! Unter dem Motto „Wo bleibt mein Geld?“ erhebt der Betrieb seit dem 1. Januar 2018 eine umfangreiche Einkommens- und Verbrauchsstichprobe deutscher Privathaushalte. Bei dieser freiwilligen Haushaltserhebung erfasst das Amt kurz gesprochen die unterschiedlichen Lebensverhältnisse in Deutschland. Gesucht werden vor allem Selbstständige, Arbeitslose, Familien bzw. Paare mit Kindern, Arbeiter und Rentner, die ihre Einnahmen und Ausgaben für statistische Zwecke zur Verfügung stellen wollen. Je bunter die Teilnehmer, desto repräsentativer das Ergebnis.

Ähnliche Erhebungen laufen derzeit Bundesweit in allen Ländern. Auch wenn ihr nicht aus NRW kommt, könnt ihr also teilnehmen.

Wie funktioniert die Erhebung?

Kern der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe ist ein Haushaltsbuch, das über drei Monate geführt werden soll. Für euch MoneyControl-Nutzer sollte das ein Kinderspiel sein :-). Als kleines Dankeschön erhalten die ausgewählten Teilnehmer übrigens eine Aufwandsentschädigung von mindestens 90 Euro – je nach Haushaltsgröße. Neben dem Haushaltsbuch macht ihr außerdem allgemeine Angaben zu eurer Lebenssituation. Wie viele Haushaltsmitglieder habt ihr? Wie ist eure Wohnsituation? Welche Versicherungen habt ihr und welche Haushaltsgeräte stehen bei euch in der Wohnung, bzw. in eurem Haus (Fernseher, Spielkonsolen, Geschirrspüler…)? Ein weiterer Fragebogen erfasst eure Geld- und Sachvermögen. Das kennt ihr aber ja sowieso schon von MoneyControl. Hier könnt ihr angeben, ob ihr Bausparverträge oder Sparbücher habt. Auch Immobilien könnt ihr hier vermerken. Jeder fünfte Haushalt erhält darüber hinaus ein Feinaufzeichnungsheft. Dieses Heft wird über einen Monat geführt und erfasst alle Ausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren im Detail.

Wie lange ihr für das Ausfüllen der Fragebögen braucht, hängt natürlich davon ab, wie gut ihr schon über eure Einnahmen und Ausgaben Bescheid wisst. MoneyControl ist in jedem Fall eine wunderbare Grundlage für eine Teilnahme an der Erhebung, denn allgemeine Angaben zu eurem Vermögen sollten als aktive MoneyControl-User mit wenig Aufwand recherchiert werden können.

Die Fragebögen könnt ihr euch hier einmal ansehen:

https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/EinkommenKonsumLebensbedingungen/EVS2018/Fragebogen/Einleitung.html

 

Wofür werden die Daten erhoben?

Im Kern geht es darum, Klarheit über die Lebensverhältnisse in Deutschland zu erlangen. Eure Ergebnisse fließen dabei unter anderem in die Berechnung des Preisindex ein – er dient als Basis für die Inflationsrate – und in den Armuts- und Reichtums-Bericht der Bundesregierung sowie in die NRW-Sozialberichterstattung ein. Außerdem wird der Regelbedarf für das Arbeitslosengeld II auf Basis der Stichprobe gegebenenfalls angepasst. Selbstverständlich müsst ihr nicht zwingend aus Nordrhein-Westfalen kommen. Wichtig wäre nur, dass ihr euren Wohnsitz in Deutschland habt.

Und eure Daten?

Natürlich würden wir euch auf diese Aktion nicht hinweisen, wenn wir nicht wüssten, dass eure Daten sicher sind. Alle Angaben werden streng vertraulich behandelt und ausschließlich anonymisiert ausgewertet.

Wie sah es in der Vergangenheit aus?

Ihr interessiert euch für die Ergebnisse der vergangenen Jahre? Dann schaut auf der Website vorbei und klickt euch durch die jeweiligen Tabellen. 2013 betrug das durchschnittliche Haushaltsbruttoeinkommen z.B. 4.086 Euro: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/EinkommenKonsumLebensbedingungen/EinkommenEinnahmenAusgaben/EinkommenEinnahmenAusgaben.html#Tabellen


Mitmachen? Geht ganz einfach!

Ihr habt Interesse und möchtet mehr Informationen bekommen? Es gibt einmal eine kostenlose Hotline: 0800 9449-314 oder aber eine E-Mail-Adresse für Fragen: .

Ihr möchtet direkt mitmachen und euch anmelden? Das geht natürlich auch: https://www.idev.nrw.de/idev/OnlineAnfrage?aktion=form_anzeigen&std=true&statID=87&amt=05&bzr=20180101

Wir möchten die Aktion auf jeden Fall unterstützen. Denn je mehr realistische Daten erfasst werden, desto repräsentativer wird das Bild über die wirtschaftlichen Verhältnisse der Deutschen. Also fasst euch ein Herz und meldet euch beim Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen.

Macht jemand von euch schon mit? Oder hat mitgemacht? Dann freuen wir uns natürlich über eure Erfahrungsberichte. Was haltet ihr generell von solchen Erhebungen? Glaubt ihr, dass sie tatsächlich etwas beeinflussen in Politik und Wirtschaft?

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