Aus dem Nähkästchen: So wichtig sind Updates für MoneyControl

Diejenigen von euch, die MoneyControl schon länger nutzen, die haben schon mitbekommen, dass wir regelmäßig kleinere und größere Updates für die App bereitstellen. Das ist uns wichtig, denn MoneyControl soll ein langfristiger Helfer bei der Planung der Finanzen sein. Unser Chefentwickler Stefan Dörhöfer hat jetzt ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert und uns berichtet, wie das eigentlich so abläuft mit den Updates, welcher Aufwand dahintersteckt und wie wichtig euer Feedback bei der Weiterentwicklung der App tatsächlich ist.


Wie entstehen eigentlich die Ideen zu neuen Updates?

Stefan: Die Ideen entstehen nicht immer aus der eigenen Kreativität. Oft sind Änderungen notwendig, wenn die Systeme für iOS, Android, macOS und Co. eine Aktualisierung erfahren. Denn jedes System-Update erfordert von uns gewisse Anpassungen. Wenn die neue Version etwa die Art und Weise ändert, wie eine App bestimmte Systemfunktionen nutzen kann – denkt da zum Beispiel an die Zugriffe auf die Kamera für die Belegerfassung –könnte es sein, dass Nutzer nach einem Update von iOS 9 auf iOS 10 die App nicht mehr sinnvoll beziehungsweise in vollem Umfang nutzen können. Aber wir nutzen natürlich auch die neuen Möglichkeiten eines Systems aus und versuchen, das Bestmögliche für unsere User herauszuholen. Seit iOS 7 gibt es Widgets, die nutzen wir für MoneyControl seither auch. Die ständige Aktualisierung ist eine Spezialität von MoneyControl. Die Menge der Apps die schon mit iOS 2 funktioniert haben (wie MoneyControl) und dies unter iOS 10 immer noch tun, ist vermutlich eher klein. Dazu kommen natürlich eigene Idee für neue Funktionen und vor allem auch Nutzerwünsche.
Welche Rolle spielt das Feedback der User?

Stefan: Die User mit ihren Erfahrungen und Wünschen spielen für uns eine sehr große Rolle. Immerhin verwenden die App täglich und stoßen so natürlich schnell auf Ideen für Verbesserungen oder ganz individuelle Vorstellungen, was die App noch können sollte. Die Wünsche notieren und sammeln wir ganz fleißig. Natürlich kann nicht jeder Wunsch über Kurz oder Lang umgesetzt werden, dann würde die App vor lauter Funktionen aus allen Nähten platzen. Da müssen wir einfach pragmatisch und langfristig denken. Sicherlich wäre es theoretisch super, wenn die App eine eierlegende Wollmilchsau wäre, aber umso komplizierter wäre die Bedienung am Ende für alle Nutzer. Eine Oberfläche die mit allen möglichen Funktionen vollgestopft ist, lässt sich kaum noch sinnvoll bedienen. Man verliert den Überblick und damit auch schnell die Lust an der Nutzung.

Die App konzentriert sich bewusst auf das Wesentliche und versucht, genau die Funktionen zu bieten, die man im Alltag immer wieder braucht. Nicht mehr aber auch nicht weniger.
Wie viel Aufwand steckt hinter einem Update?

Stefan: Das kommt immer auf das Update an. Kleinere Änderungen um etwa auf eine Änderung am System zu reagieren, lassen sich recht schnell umsetzen. Neue Funktionen sind da schon aufwändiger. Wir müssen im ersten Schritt zunächst prüfen, wie diese möglichst „glatt“ und gut in die bestehende Oberfläche passen würden. Im zweiten Schritt steht natürlich die Umsetzung und Programmierung an. Hinzu kommt, dass wir möchten, dass die App auf allen Plattformen größtenteils gleich funktioniert. Eine neue Funktion unter iOS soll auch in der WebApp, der Android Version und unter macOS zu finden sein. Die Funktion muss also nicht nur einmal, sondern direkt viermal umgesetzt werden. Den Code einfach von iOS zu Android – um mal ein Beispiel zu nennen – zu kopieren ist nicht möglich. Man muss tatsächlich jedes Mal die ganze Arbeit neu machen.

Problematisch bei jedem Update mit neuen Funktionen ist ein Test vor der Veröffentlichung. Ich habe einen ganzen Stapel von Testgeräten, aber natürlich kann man trotzdem nicht jeden erdenklichen Fall abdecken. Trotz sorgfältiger Tests vor der Veröffentlichung können also auch in der fertigen Version noch Fehler enthalten sein. Das ist dann natürlich ärgerlich und vor allem bei Apple ein Problem: Dort muss jede Version vor der Veröffentlichung durch ein Review. Die neue Version wird von Apple geprüft und muss dort genehmigt und freigegeben werden. Dieser Prozess kann schon mal eine Woche oder länger dauern.

Das Review sagt nichts darüber aus, ob die Version noch Fehler enthält. Kommt es im Review zu Fehlern, gibt Apple die Version nicht frei. Es wird aber in erster Linie nur getestet, ob die App mit den Richtlinien von Apple übereinstimmt. Eine Suche nach Fehlern findet nicht statt. Es kann also sein, dass ein Update mit einem Fehler in den Store gelangt. Das lässt sich dann schnell korrigieren, bis dann aber die Änderung im Store ist, vergeht wieder eine Woche. Ihr seht: An jedem Update hängt eine ganze Menge mehr, die wir manchmal auch einfach nicht beeinflussen können. Wir können super schnell auf Fehler reagieren, aber sobald das Review noch nicht durch ist, sind uns dann leider die Hände gebunden. Neue Funktionen sind bei uns immer ein wenig mit Adrenalinschüben verbunden. Aber umso mehr freuen wir uns, wenn wir am Ende eine Verbesserung für unsere User erzielen konnten. Bisher hielten sich die Fehler zum Glück in Grenzen und unsere Nutzer sind zudem gnädig mit uns.

Übrigens: Updates sind bei MoneyControl generell kostenlos. Ein Nutzer der vor sechs Jahren Version 1.0 gekauft hat, hat seit dem mehr als 50 kostenlose Updates bekommen. Tummelt sich hier eventuell jemand, der seit Anfang an dabei ist?

 

 

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